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Author Steingress, Gerhard

Title Cante flamenco : zur kultursoziologie der andalusischen moderne
Published [Place of publication not identified] : Logos Verlag Berlin, 2013

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Description 1 online resource
Contents Intro; 1 Einleitung; 1.1 Der Flamenco-Gesang als künstlerischer Akt; 1.2 Der Flamenco-Gesang als Objekt der Soziologie; 2 Flamenco als Kunst; 2.1 Kunst, Gesellschaft und Erkenntnis; 2.2 Kunst und "kulturelles Erbe"; 2.3 Die soziale Determiniertheit der Kunst; 3 Musik, Poesie und künstlerischer Prozess; 3.1 Die Musik als Phänomen des Alltags und der Kunst; 3.2 Musikalisches Verhalten und emotionaler Ausdruck; 3.3 Traditionalismus, Sentimentalität und romantische Musik
3.4 Der Flamenco-Gesang als Ausdruck des "Tiefinneren" in der romantischen Musik -- Einige kritische Anmerkungen zu Falla und Turina3.5 Die toná als musikalisches Verbindungsglied zwischen saeta und Flamenco: Zur Dialektik des "Tiefinneren" im andalusischen Gesang; 3.6 García Matos und die These vom "folkloristischen Ursprung" des Flamenco; 4 Historische Etappen der Flamenco-Forschung; 4.1 Erste Etappe: "Die Sevillaner Initiative"; 4.2 Die zweite Etappe: "El Folk-Lore"; 4.3 Die dritte Etappe: Die "Flamencologie" als Ausdruck der Suche nach Identität
4.4 Die vierte Etappe: Vom "Postmairenismus" zur kritisch-wissenschaftlichen Flamenco-Forschung5 Die Begründer der Flamenco-Kunde; 5.1 Antonio Machado y Alvarez (Demófilo): "Colección de cantes flamencos" (1881); 5.2 Hugo Schuchardt: Die "Cantes flamencos"; 5.3 Anselmo González Climent: Flamencología; 5.4 Ricardo Molina/Antonio Mairena: Mundo y formas del cante flamenco; 6 Die Schwächen der traditionellen Flamenco-Kunde: Zur Unhaltbarkeit der These vom "zigeunerischen Ursprung" des Flamenco-Gesangs; 6.1 Die idealistische Grundlage
6.2 Die sozialdarwinistische Orientierung der Konzeption von Antonio Machado y Alvarez: "Volk", "Rasse" und "cante gitano"6.3 Der Mythos vom "zigeunerischen Ursprung" des Flamenco-Gesangs; 6.4 Die falsche Dichotomie von "Zigeunerischem" und "Andalusischem"; 6.5 Zur "Hermetik" des zigeunerischen Milieus: Marginalisierung und Assimilation; 6.6 Die Mystifikation der Gestalt des "Zigeuners" als Ausdruck der andalusischen Identitätskrise; 7 Der historisch-soziale Hintergrund der Entstehung des Flamenco-Gesangs; 7.1 Synopse der historischen Daten zum Auftauchen des Zigeuner-Genres
7.2 Zur Formierung des Flamenco-Genres als subkulturelle musikalische Interpretationstechnik7.3 Das 18. Jahrhundert: Zwischen Reform und Dekadenz; 7.4 Das 19. Jahrhundert: Vom "Alten Regime" zu den "Zwei Spanien"; 7.5 Die Krise der Kirche am Ende des "Alten Regimes": Volksreligiosität; 8 Andalusien und seine "zwei Kulturen": Die Dialektik von Gesellschaft und Kunst; 8.1 Die Spaltung in der Musikentwicklung; 8.2 Die Spaltung in der Poesie; 8.3 Von der Vulgärpoesie zur "Kunst-Zigeuner-Kunst"; 9 Zigeunergenre und Volkstümlichkeit in der vorflamenkischen Phase; 9.1 Miguel de Cervantes (1547-1616)
Summary Annotation Als Produkt der europaischen Romantik wurde der andalusische Flamenco lange Zeit hindurch als geheimnisvoller Ausdruck der Poesie und Musik der gitanos verstanden, verklart und kommerziell genutzt. Die vorliegende Studie entmystifiziert dieses kunstlerische Genre als Kunst-Zigeuner-Kunst der Moderne im Rahmen der Dialektik von Tradition und Innovation im Ubergang von der landlich-agrarischen Volkskultur zur urbanen Popularkultur der burgerlichen Gesellschaft. Ahnlich wie der amerikanische Blues, der griechische Rebetiko, der argentinische Tango, der portugiesische Fado, der brasilianische Samba oder neuerdings der algerische Ra "i wird der Flamenco als ethnisch verwurzelte, doch transkulturell entwickelte Musik untersucht. Dabei wird insbesondere seine ausserkunstlerische Bedeutung als identitatsstiftendes, ethnizitares Element bei der Entwicklung und Konsolidierung Andalusiens als autonomer historisch-kultureller Raum aufgezeigt. Als eigenstandiger, im Kreis der andalusischen Boheme des 19. Jahrhunderts entwickelter Sprach-, Poesie-, Musik- und Tanzstil ist der Flamenco ein wichtiges Element der Hybridisierung in der globalen Musikszene geworden. Im Jahr 2010 wurde er von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklart. Gerhard Steingress (Salzburg, 1947) ist Professor fur Soziologie an der Universitat Sevilla. Autor zahlreicher Veroffentlichungen zur Kultur- und Musiksoziologie, insbesondere zum Thema der transkulturellen Hybridisierung in der Popularmusik unter den Bedingungen der Globalisierung. Massgeblicher Begrunder der kritischen, sozialwissenschaftlich orientierten Flamencoforschung. Wissenschaftspreis 1991 der Fundacion Andaluza de Flamenco fur seine unter dem Titel Sociolog 'ia del cante flamenco 1993 veroffentlichten Studie, die der vorliegenden Publikation zur Grundlage diente. Ebenso in deutscher Sprache erschienen ist seine Aufsatzsammlung Uber Flamenco und Flamencokunde (Lit-Verlag, Berlin, 2006)
Subject Flamenco music -- History and criticism
Flamenco music -- Social aspects -- History
Flamenco music.
Flamenco music -- Social aspects.
Genre/Form Criticism, interpretation, etc.
History.
Form Electronic book
ISBN 9783832596231
3832596232